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Der Effizienz verschrieben

WLTP – neuer Standard.

Das weltweit einheitliche Leichtfahrzeug-Testverfahren WLTP misst Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen.

Hintergrund

Rechtsgrundlage.

Die EU hat einen Zeitrahmen festgelegt, in dem alle rechtlichen und technischen Änderungen vorgenommen werden müssen. Die erste Stufe (1st Act) des WLTP-Testverfahrens wurde ins Leben gerufen, um die besagten Änderungen anzustoßen.

Der nächste Schritt hin zu einer Konsolidierung des WLTP-Standards in Europa besteht nun in der Implementierung der zweiten Stufe (WLTP 2nd Act), welche die Richtlinie 2007/46/EG des Europäischen Parlaments sowie die Kommissionsverordnung (EU) 2017/1151 des Europäischen Rats abändert.

Der «WLTP 2nd Act» trat am 1.1.2019 für neue Fahrzeugmodelle und am 1.9.2019 für alle Fahrzeuge in Kraft. Diese zweite Stufe umfasst Vorschriften zu neuen technischen Konzepten und Updates für das Testverfahren, beispielsweise die Überprüfung der Emissionen unter realen Fahrbedingungen (Real Driving Emissions, RDE), einen Gasverdampfungstest (Evaporation Test, EVAP), eine Überprüfung der Standardkonformität während des Fahrzeugbetriebs (Service Conformity, ISC) sowie die Überprüfung des Treibstoffverbrauchs (Consumption Monitoring, FCM). Nachstehend werden diese Punkte sowie weitere wichtige Informationen zum WLTP-Standard eingehender erläutert.

Details zum Verfahren

Die wichtigsten Testfaktoren.

Aerodynamik

Je aerodynamischer ein Fahrzeug ist, desto weniger Luftwiderstand und dementsprechend weniger Treibstoffverbrauch hat es. Veränderungen an der Aerodynamik eines Fahrzeugs können dessen Effizienz über einen langen Zeitraum steigern.

Rollwiderstand der Reifen

Der Rollwiderstand verringert die Effizienz durch die Verformung des Reifens. Daher ist es wichtig, die Reifen so effizient wie möglich zu konzipieren.

Masse

Schwere Gegenstände erfordern mehr Energie, um bewegt zu werden. Ein leichteres Fahrzeug weist daher einen geringeren Treibstoffverbrauch und ein besseres Fahrverhalten auf. 

Ein höherer Standard

Was Sie wissen müssen.

Genauigkeit und Relevanz stehen an vorderster Stelle. Derselbe Test gilt für viele verschiedene Vorgehensweisen überall auf der Welt. Es handelt sich hierbei um eine der größten Veränderungen in der Geschichte der Automobilindustrie.

Leistung

Realistischere Fahrzyklen.

Vorgehensweise

Strengerer Testaufbau und Analyse.

Flächendeckend

Umfasst optionale Ausstattung.

Präzision

Genauere Temperaturbedingungen.

Testverfahren

Das WLTP-Testverfahren erklärt.

Emissionen im praktischen Fahrbetrieb (RDE)

Messung von Schadstoffemissionen (NOx) und Feinstaub (Particulate Matter, PM) auf dem Prüfstand und im praktischen Fahrbetrieb auf der Straße.

Gasverdampfungstest (EVAP)

Zur Überprüfung von «Tankatmungsverlusten» werden in hermetisch abgeschlossenen Prüfkammern die Emissionen des Tanks und der Motorkomponenten in einem 48-stündigen Verfahren getestet.

Überprüfung des Treibstoffverbrauchs (FCM)

Die Abweichung der Werte im WLTP-Test zwischen dem Prüfstand und dem Auslesen der Fahrzeugdaten (vehicle reading, FCM) dürfen den Maximalwert von 5% nicht übersteigen.

Konformität mit dem Standard während des Fahrzeugbetriebs (ISC)

Dies ist eine Erweiterung der WLTP-Testbedingungen durch das Testen von Gebrauchtwagen mit einer Mindestfahrleistung von 15'000 km und sechs Monaten (maximal 100'000 km und fünf Jahre).

FAQs zu den neuen Verbrauchswerten

Was bedeuten NEDC, WLTP und RDE?

Der NEDC («New European Driving Cycle») bezieht sich auf ein Testverfahren, das seit 1992 europaweit auf dem Prüfstand angewandt wurde, um die Auspuffemissionen und den Treibstoffverbrauch von Pkw und kleineren Nutzfahrzeugen zu messen.

Der NEDC wurde durch den weltweiten Standard WLTP («Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure») ersetzt. Das neue Verfahren hat zum Ziel, den Verbrauch eines Fahrzeugs unter realistischeren Bedingungen zu messen und basiert auf einem abgeänderten Testzyklus mit strengeren Vorgaben.

Zusätzlich zum WLTP-Verfahren müssen die Emissionen in Europa im Einklang mit dem RDE-Testverfahren («Real Driving Emissions») gemessen werden, indem unter realen Fahrbedingungen auf der Straße gemessen wird.

Was ist der Unterschied zwischen WLTP und RDE?

Während beim WLTP-Verfahren eine 30-minütige Prüfstandsmessung unter standardisierten Testbedingungen durchgeführt wird, findet der RDE-Test während der Fahrt auf öffentlichen Straßen statt. Bei der RDE-Messung werden ein vielfältiges Straßenprofil sowie zufällige Beschleunigungs- und Bremsvorgänge angesetzt. Der Test dauert zwischen 90 und 120 Minuten.

Ab wann gelten WLTP oder RDE?

Seit September 2017 gestaltete sich der Übergang zu WLTP und RDE sukzessive. Seit September 2018 sind das WLTP-Testverfahren sowie die Feinstaubbegrenzung (limitation of the particle number, PN) nach RDE für alle neu registrierten Fahrzeuge Vorschrift. Seit September 2019 ist zudem eine zusätzliche RDE-Begrenzung für Stickoxide (NOx) für alle neu registrierten Fahrzeuge Vorschrift.

Was bedeutet der WLTP-Standard für mich?

Die vom WLTP-Testverfahren festgelegten Werte sollen die CO2-Emissionen und die Abgasemissionen generell realistischer abbilden. Dies kann bedeuten, dass für Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor höhere CO2-Emission und ein größerer Treibstoffverbrauch angegeben werden. Die individuelle Wahl der Antriebsart sowie der optionalen Fahrzeugausstattung hat somit ebenfalls eine direkte Auswirkung auf den Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen. Je nach nationaler Rechtslage kann dies auch zu höheren CO2-Steuern führen.

Wie setzt SEAT die WLTP-Spezifikationen um?

Seit September 2018 wurden alle SEAT Modelle erfolgreich an das WLTP-Testverfahren angepasst.