WELT UMWELTTAG

SEAT will ökologischen Fußabdruck reduzieren

20.06.2017

SEAT hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 seinen ökologischen Fußabdruck um die Hälfte im Vergleich zu den Verbrauchs- und Emissionswerten von 2010 zu reduzieren. Tatsächlich hatte das Unternehmen bereits Ende 2016 seine fünf wichtigsten Umweltindikatoren (Energie- und Wasserverbrauch, Abfall, volatile Verbindungen und CO2) um 33,6% gesenkt. Mit diesem Wert schaffte es das Unternehmen, seinen ökologischen Fußabdruck bereits 2018, ganze 2 Jahre früher als geplant, zu senken.

Die Verbesserung besagter Indikatoren ist im ECOMOTIVE FACTORY Plan, SEATs Umweltstrategie im Bereich Fahrzeugproduktion, festgelegt. Dieser Plan sieht eine Reihe von Maßnahmen und Projekten zur Maximierung der Ressourcen und Minimierung der Emissionen in allen Produktionsprozessen des Unternehmens vor.

Durch die Umsetzung des Plans im Jahr 2011 gelang es SEAT, die CO2 Emissionen um 66,2% zu senken, u.a. durch Maßnahmen wie Wärmerückgewinnung während der Produktionsprozesse, effiziente Steuerung von Lüftung und Wärmeisolierung, externe Wärmeversorgung mittels Energie aus Biomasse, bzw. Kauf von grüner Energie.

Außerdem produzierte das Unternehmen 41,4% weniger Abfall und 16,2% weniger flüchtige, organische Verbindungen, dank selektiver Sortierung von Verpackung, bzw. dank des Ersetzens bestimmter Lösungsmittel und Wachse, die bisher in der Produktion verwendet wurden. Der Verbrauch von Energie und Wasser konnte auf 21,7%, bzw. 22,5% gesenkt werden, u.z. durch Maßnahmen wie Senkung der Temperatur in einigen Produktionsprozessen, bzw. durch das Installieren neuer Filter für den Regentest, in dem die Wasserdichtheit der Fahrzeuge überprüft wird.

Mit Ende 2016 hatte das Unternehmen seinen Energie- und Wasserverbrauch, sowie das Ausmaß von Abfällen, flüchtigen Verbindungen und CO2 um 33,6% gesenkt.

Der stellvertretende SEAT Vorstand für Produktion, Dr. Andreas Tostmann, betonte das Engagement des Unternehmens bei der Verbesserung seiner Umweltbilanz und der Optimierung von Ressourcen, was zu einem Anstieg bei Investitionen und Nachhaltigkeitsprojekten führte. "Im Jahr 2016 investierten wir knapp 23 Millionen Euro in die Verbesserung unserer Maßnahmen für den Umweltschutz. Es ist uns eine große Befriedigung, heute sagen zu können, dass wir unser für 2018 gestecktes Ziel bereits erreicht haben, und wir haben uns ein ehrgeiziges Ziel für 2025 gesetzt."

Spezielle Erwähnung verdienen die Optimierung von Wasser und die sich daraus ergebenden Einsparungen, beispielsweise Wasserrückgewinnung durch eine zweite umgekehrte Osmosephase, wodurch Abwasser teilweise wie Leitungswasser verwendet werden kann. Weitere Maßnahmen sind die Verwendung von Kondenswasser aus Klimaanlagen, bzw. einige Verbesserungen bei der Reinigung des im Regentest verwendeten Wassers, sowie der Filtersysteme, etc.

Verglichen mit anderen europäischen Automobilherstellern verbraucht SEAT im Durchschnitt nur halb so viel Energie für die Produktion eines Fahrzeuges, bzw. 23% weniger Wasser und stößt 65% weniger CO2 aus.

"SEAT al Sol" ist das symbolträchtigste Projekt der Umweltstrategie des Unternehmens. Eröffnet im Jahr 2013, ist es das größte Solarkraftwerk der Automobilindustrie mit einer Fläche von 276.000 m², was 40 Fußballfeldern entspricht. Das Kraftwerk von Martorell ist mit fast 53.000 Solarpaneelen ausgestattet und produziert pro Jahr so viel Energie, wie für das Aufladen von 3 Millionen Mobiltelefonen pro Tag benötigt wird. Darüber hinaus wurde jedes Jahr der Ausstoß von 8.300 Tonnen CO2 Emissionen erfolgreich verhindert und das ist die 10-fache Menge der Emissionen, die vom New Yorker Central Park absorbiert werden.

Ein weiteres Benchmark Projekt sind die selbstleuchtenden Zugangsbrücken zum Werk in Martorell. Durch die Kombination begehbarer Fliesen, welche 0,1 kWh pro Tag erzeugen, mit Fliesen, welche die Sonnenenergie aufnehmen, werden die Zugangsbrücken Ost 1 und Ost 2 beleuchtet. Ein weiteres Highlight der im Jahr 2016 eingeführten Maßnahmen ist das Projekt zur Energierückgewinnung, bei dem es darum geht, Zellen in den Lackieranlagen zu installieren, welche Wärme in elektrische Energie umwandeln. Außerdem setzt das Unternehmen Schritte, um das Bewusstsein für die Umweltstrategie in der Belegschaft zu stärken, etwa durch Einrichten von Info Points im gesamten Werk.

Der ECOMOTIVE FACTORY Plan ist Teil der SEAT PQT Strategie (Produktion, Qualität, Team), deren Ziel darin besteht, Produktivität und Qualität im SEAT Komponentenbereich in Martorell und Barcelona zu steigern und auf die zukünftigen Herausforderungen auf dem Automobilsektor zu reagieren. Diese Strategie hat sich als erfolgreich erwiesen und wurde 2015 mit der Auszeichnung "Lean & Green Management" für das Werk Martorell belohnt, als effizientestes Unternehmen der europäischen Automobilindustrie. Außerdem wurde es für die Effizienz und Nachhaltigkeit seiner Verfahren bei den "Factory of the Year Awards 2016" speziell hervorgehoben. 

SEAT al Sol und weitere Benchmark Projekte
Die im ECOMOTIVE FACTORY Plan enthaltenen, kombinierten Aktionen haben seit 2010 zu einer ca. 20%-igen Senkung des Energieverbrauchs pro hergestelltem Fahrzeug geführt. Im europaweiten Vergleich verbraucht SEAT ungefähr nur halb so viel der für die Produktion eines Fahrzeuges benötigten Energie, bzw. 23% weniger Wasser und stößt 65% weniger CO2 aus.

Der Einsatz von LED Leuchtmitteln, verbesserte Isolierung der Produktionsstätten und Werkstätten oder die Rückgewinnung von Wärme und Kälte für die Klimatisierung sind nur einige der eingeführten Maßnahmen. Außerdem kommen 50% der von SEAT verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen und bei elektrischem Strom liegt dieser Wert bei 100%.

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