Ein Auto in 1.400 Tagen

1.400 Tage, über 1.000 Entwürfe, fünf Tonnen Ton und 1.000 Liter Farbe. Das sind nur ein paar der Details, die man benötigt um ein neues Modell zu entwerfen. Dieser 4-Jahres-Prozess beginnt mit Stift und Papier und endet mit einem fertigen Fahrzeug auf dem Fließband. Auf dem Weg dorthin werden ständig lebensgroße Tonmodelle hergestellt, neue Farben und Texturen kreiert und das Innenleben definiert.

1. Briefing.
Anfangs werden die Richtlinien des neuen Modells festgelegt und genehmigt. Eine Art "Roadmap", die die DNA des Modells enthält, wird erstellt und der weitere Ablauf orientiert sich an eben dieser Roadmap.

2. Entwürfe.
Die Designer können nun damit beginnen, Entwürfe zu erstellen. Frühere Modelle zu reflektieren. "Bis das neue Modell so aussieht, wie wir wollen", sagt Jaume Sala, Leiter Interieur-Design. Im Laufe von 4 Jahren zeichnen sie 1.000 Skizzen.


3. Computerunterstüztes Design.
Sobald die Skizzen erstellt sind, werden diese digital aufbereitet und geben dem Fahrzeug ein 3D-Design.

4. Das Tonmodell.
Dieses lebensgroße Modell wiegt 4 Tonnen - mehr das doppelte eines herkömmlichen Autos. Es dient dazu das Außendesign zu modellieren. Der Techniker formt das gesamte Modell mit der Hand.


5. Eingefroren.
Das ist das fixe und freigegebene Design. Es ist absolut realitätsnah, wenngleich auch immer noch aus Ton. Bis zu fünf Tonnen Ton werden bis zu diesem Moment aufgebraucht.

6. Die Farbe.
Die Color&Trim-Abteilung ist für die Farben innen und außen verantwortlich. Ihre Arbeit beginnt 2 Jahre im Voraus mit der Sammlung von Ideen aus den Bereichen Mode, Architektur oder Produktdesign. 100 Mischungen und 1.000 Liter Farbe benötigt es, bis die finalen Lackierungen des neuen Modells feststehen.


7. Sitze.
Komfort und Design sind hier die Gesichtspunkte, nach denen ein Autositz entwickelt wird. Das Color&Trim-Team ist auch hier beteiligt und verwendet eine normale Nähmaschine um verschiedene Muster anzufertigen. So können sie am besten Farben und Muster kombinieren.


8. Interieur. "Alles ist fahrerorientiert", versichert Sala, Die Gestaltung des Innenraums ist vor allem durch Funktionalität geregelt. "Wir fragen uns, wo es am bequemsten wäre, ein Handy, eine Brille oder eine Flasche Wasser abzulegen. Aus diesem Grund, schließt er, muss der Entwurf "nützlich und effizient" sein".


Das Endergebnis all dieser gleichzeitig ablaufenden Prozesse ist ein brandneues Modell. Nach vier Jahren intensiver Arbeit ist das Design-Team immer noch stark motiviert. Denn ein neues Projekt ist meistens bereits in der Pipeline.