SEAT Leon Eurocup auf Mugello

Zum ersten Mal in der Geschichte war der SEAT Leon Eurocup zu Besuch im italienischen Mugello. Spannung und Gänsehautstimmung waren vorprogrammiert. An diesem aufregenden Wochenende durften 28 Fahrer aus 9 verschiedenen Nationen als Protagonisten an den Start gehen und die schöne toskanische Hügellandschaft mit ihren röhrenden Motoren erfüllen.

Das erste Rennen am Samstag war gezeichnet von vielen Überholmanövern und der Notwendigkeit des Safety Cars, das nach einem Unfall zwischen zwei Cup Racern zum Einsatz kommen musste. Am Ende gelang es Stian Paulsen (Stian Paulsen Racing) den ersten Platz für sich zu beanspruchen, nachdem Niels Langeveld (Baporo Motorsport) in einen Unfall verwickelt wurde und somit auch das Safety Car auf die Strecke brachte.

Die schwer einschätzbaren Streckenverhältnisse kamen Stian Paulsen (Stian Paulsen Racing) zu gute und so konnte er das gesamte Rennen über Plätze gut machen. Am Ende behielt er die Oberhand und fuhr seinen ersten Platz souverän ins Ziel. Auf ihn folgten Lourenço Beirao (PCR Sport) auf dem zweiten Platz und Alex Morgan (Wolf-Power Racing) auf dem dritten Platz. Die Französin Marie Baus-Coppens (JSB Competition) war die schnellste Dame und konnte das erste Mal das Podium an höchster Stelle erklimmen.

So spannend der erste Renntag bereits war, konnte der darauffolgende Sonntag das noch toppen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Comebacks bis zum bitteren Ende machten das zweite Rennen an diesem Wochenende zu einem der spektakulärsten dieser Saison. Als Erster durchs Ziel fuhr Mikel Azcona (PCR Sport), der, obwohl er aus der Poleposition startete und sich sogleich drei Sekunden absetzen konnte, nicht um den Kampf mit Stian Paulsen (Stian Paulsen Racing) herum kam. Mikel Azcona (PCR Sport) geriet gegen Stian Paulsen (Stian Paulsen Racing) zunehmend unter Druck, konnte  sich aber bis zum Ende erwehren und besiegelte dadurch seinen Sieg. Stian Paulsen (Stian Paulsen Racing) wurde Zweiter und hinter ihm kam Lucas Orrock (Wolf-Power Racing), der nach einem schwierigen Rennen durch seine intelligente Fahrweise an den Dritten- und zu seinem ersten Podiumsplatz in dieser Saison gelangte. Die Italienerin Carlota Fedelli (SEAT Motorsport Italia war die Schnellste in ihrer Klasse und konnte am Höchsten auf das "Ladies Trophy" Stockerl steigen.

Nach zwei sehr emotionalen Rennen in Italien führt Stian Paulsen (Stian Paulsen Racing) mit 151 Punkten, dicht gefolgt von Niels Langeveld (Baporo Motorsport) mit 137 Punkten und Mikel Azcona (PCR Sport) mit 117 Punkten. Lucile Cypriano (JSB Competition) führt nachwievor, obwohl sie in Mugello nicht angetreten ist, die "Ladies Trophy" mit 50 Punkten an.

Stian Paulsen, Stian Paulsen Racing, Zweiter im zweiten Rennen des SEAT Leon Eurocups: "Das war ein sehr schwieriges Rennen. Vom Start weg war ich nicht in der besten Position, weil ich von achter Stelle aus starten musste. Deswegen musste ich mich an Einem nach dem Anderen vorbeikämpfen, um mit Azcona auch Tuchfühlung zu bleiben. Als ich das geschafft hatte, wechselten wir nacheinander immer wieder unsere Positionen und am Ende behielt er leider die Oberhand. Wir sind nun die Führenden des SEAT Leon Eurocups und damit müssen wir uns vorerst zufrieden geben."

Lucas Orrock, Wolf-Power Racing, Dritter im zweiten Rennen des SEAT Leon Eurocup: "Wir wussten bereits, dass wir den Rhythmus für die Spitze des Feldes haben und diesmal konnten wir das zeigen. Allerdings bekam ich nach einigen Runden mit, dass Stian mir auf den Fersen war und entschied ihn herankommen zu lassen, damit wir beide gegen Azcona fahren können. Ich hatte die Nerven behalten, aber nach einiger Zeit gaben meine Reifen nach und wurden zu heiß. Deswegen musste ich mich am Ende mit dem dritten Platz zufrieden geben. Ich bin trotzdem sehr glücklich mit unserem heutigen Ergebnis."

Carlota Fedelli, BD Racing, Erste im zweiten Rennen der "Ladies Trophy" des SEAT Leon Eurocup: "Das ist meine erste Podiumsplatzierung im SEAT Leon Eurocup und damit kann ich nur glücklich über das Ergebnis sein. Das Rennen war sehr schwierig und auch wir hatten Probleme mit unseren Einstellungen, was den Reifen zusetzte. Nichtsdestotrotz war es ein intensives Rennen und ich habe es sehr genossen."

Jaime Puig, Vorstand von SEAT Sport: "Wir haben die zwei Rennen am Mugello-Ring sehr genossen. Es war fantastisch, dass beide Rennen bis zum Ende nicht entschieden waren. Die unzähligen Kämpfe und die ständigen Positionswechsel zwischen den Fahrern schafften durchgehende Spannung und machten das Rennwochenende perfekt. Es waren definitiv zwei Rennen, die man jedes für sich genießen konnte. Der SEAT Leon Eurocup arbeitet mit SEAT Motorsport Italia an diesem Wochenende sehr gut zusammen und ich glaube, dass wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein können."