Vom SEAT 600 zum Ibiza mit 6 Airbags

In 60 Jahren kann viel passieren, und wenn es um Sicherheit geht, ist dies eine lange Zeit. Was die Sicherheit und auch viele andere Bereiche heutzutage angeht,  sind sich die Autos zu den Vorjahren nicht mehr besonders ähnlich. Um dies darzustellen, haben wir einen 1963er SEAT 600 D mit dem SEAT Ibiza FR von 2016 verglichen.

 

 

Airbags und Kopfstützen.
"Der SEAT 600 hatte keine Kopfstützen", kündigt Javier Luzón, Chef der passiven Sicherheit bei SEAT an. Dieses Feature leistet einen signifikanten Beitrag, um ein Schleudertrauma zu verhindern, wenn das Auto in einen Zusammenprall verwickelt ist. Während manche SEAT Ibiza bis zu sechs Airbags haben, hat der SEAT 600 keinen einzigen, weil diese Technologie bis in die Neunziger noch nicht so verbreitet war.

Sicherheitsgurt.
Er wurde in den sechziger Jahren entwickelt. Am Anfang jedoch, war es "ein starres Unterstützungsband welches die Insassen an ihrem Körper einstellen mussten", erklärt Luzón. Der Unterschied zu heute ist, dass dieses Element der passiven Sicherheit sich heutzutage an den Körper der Fahrer anpasst und nicht umgekehrt. Dies verschafft mehr Sicherheit im Falle einer Kollision, da das Gurtsystem direkt am Körper ist und die Personen auf der Stelle sichern.

Bremsen.
Die Bremsen der beiden Autos sind ebenfalls komplett unterschiedlich. "Der SEAT 600 war mit Trommelbremsen ausgestattet mit viel weniger Bremskraft als wir heute erreichen können", sagt Luzón. Die heutigen Autos haben Bremsscheiben mit größerem Durchmesser, die Reifen sind breiter und geben so dem Auto mehr Kontaktoberfläche mit der Straße". Auch das ABS, das ein Schleudern während des Bremsens verhindert, war damals auch noch nicht Stand der Technik.

Fahrgestell.
Das Fahrgestell des Autos ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil, wenn es um Sicherheit geht und die Weiterentwicklung über die letzten Jahrzehnte ist deutlich sichtbar. Ein Hauptunterschied ist die größere Breite der Strukturen, wie z.B. die Türen, die heutzutage zusätzliche Sicherheitsfeatures haben und dadurch einen höheren Schutz während einer Kollision bieten.

Alles in allem, bieten heutige Autos den höchsten Schutz für die Insassen.
"Der nächste Schritt, den wir bald erwarten können, sind Autos mit der Fähigkeit frühzeitig auf Gefahrenstellen zu reagieren", schließt Javier Luzón ab. Das wird der Anfang einer neuen Ära mit einer Technology, die noch unbeachtet in der Zeit des legendären 600 war.