SEAT Virtual Reality

Wir sehen hier zwei Techniker, die eine Virtual Reality Ocolus Brille in einem großen leeren Raum tragen. Einer trägt Handschuhe und der andere hält die Controller. Einer streckt sich aus um etwas in der Luft zu berühren, der andere duckt sich und beide laufen im Kreis. Wir können es nicht sehen, aber sie analysieren das Auto, das in ein paar Tagen auf der Paris Motor Show ausgestellt wird. "Was denkst du über das andere Rad?" "Es ist gut, perfekt" schlussfolgern die beiden.

Genau wie in der Medizin, Wissenschaft oder im Videospielsektor, ist die Virtuelle Realität auch für die Autoindustrie äußerst wichtig und eine Technologie die SEAT schon die letzten 20 Jahre benutzt. "Es hilft uns die Produktionsprozesse zu optimieren und die Produkte die wir herstellen zu visualisieren" sagt Javier Diaz, Geschäftsführer des SEAT Prototypen Zentrum. Um genau zu sein, hat die Nutzung dieser Technologie die Produktionszeit für Prototypen um 30% reduziert.

Der Unterschied ist wirklich erheblich. Zuvor wurden 10 Meter lange Pläne ausgebreitet, unzählige Listen von Autoteilen und Wochen von Arbeit wurden benötigt. Aber nun, dank Virtueller Realität, kann ein einziger Computer alles Nötige visualisieren und Verbesserungen können schneller umgesetzt werden.

Die Technologie hat die Anzahl der Prototypen um die Hälfte reduziert, bis ein Auto eingeführt wird. Die Optimierung der Zeit und anderer Ressourcen hat auch einen positiven Effekt auf den Kunden - nicht nur auf die Präzision und Qualität des Produkts, sondern auch auf den Endpreis.




Ein gutes Beispiel dafür ist der neue SEAT Ateca, wo der gesamte Prozess mit virtueller Realität durchgeführt wurde. "Mehr als drei Jahre sind vergangen, als wir die Anfangsbilder sahen, bis zu dem Zeitpunkt zu dem das Auto eingeführt wurde. Während dieser Zeit haben wir jeden Zentimeter des Autos analysiert und verschiedene Verbesserungen vorgenommen.

Die beiden SEAT Techniker legen ihre Brillen wieder ab. Für den Moment ist es noch ein geheimes Modell. Der Rest von uns wird warten müssen, um das reale Auto auf der kommenden Pariser Motor Show zu sehen.