Prototypenentwicklung

Prototypen aus dem 3D-Drucker

31.08.2020
  • 3.000 Quadratmeter große Halle für neue Prototypenentwicklung
  • Stärkerer Einsatz von Virtual Reality und 3D-Druck
  • Mehr Effizienz und kürzere Einführungsphasen bei der Modellentwicklung

Ganze 3.000 Quadratmeter umfasst das Prototype Development Centre (PDC/Entwicklungszentrum für Prototypen) von SEAT. Das Gebäude im Herzen des SEAT Stammwerks Martorell soll künftig alle Prozesse beherbergen, die der Serienproduktion neuer Fahrzeugmodelle vorausgehen, und mit diesem Ziel deutlich innovativer werden. Zu den Modernisierungsmaßnahmen der Halle gehören hochmoderne Virtual-Reality-Anwendungen (VR) für den neuen Bereich Maschinelle Fertigung sowie ein großzügig gestaltetes 3D-Drucklabor für Projekte im Bereich Additive Fertigung. Hier stehen modernste 3D-Drucker, die für die Entwicklung von Prototypen und Vorserienmodellen genutzt werden sollen.

SEAT setzt in der Prototypen-Entwicklung künftig verstärkt auf den Einsatz von Virtual Reality und 3D-Druck

Mehr Effizienz bei der Entwicklung

In dem Gebäude in der Werkshalle 3 ist nun auch der Bereich "Design for Manufacturing" (Produktionsdesign) untergebracht. Hier treffen Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen des Unternehmens, wie Forschung & Entwicklung, Qualitätskontrolle und Prozesse oder Produktion, mit den mehr als 250 Experten des PDC zusammen. Gemeinsam analysieren und optimieren sie hier neue Fahrzeugmodelle in den frühen Phasen ihrer Entwicklung. Diese bereichsübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht eine effizientere Verwaltung der notwendigen Prozesse und Ressourcen und ist der Schlüssel zu kürzeren Markteinführungszeiten und verbesserten Prozessen für künftige Fahrzeugmodelle.

"Durch die Neugestaltung unseres Entwicklungszentrums für Prototypen können wir bei der Entwicklung und Einführung neuer Fahrzeugmodelle hocheffizient arbeiten", erklärt Anabel Andión, Leiterin des PDC. "Wir arbeiten seit mehr als 13 Jahren mit Virtual Reality und 3D-Druck. Mit der neuen Halle und der Zusammenführung der verschiedenen Bereiche des PDC sind wir in der Lage, noch stärker in die Entwicklung von digitalen und elektronischen Lösungen für das Fahrzeug von morgen zu investieren."

Zukunftsweisendes Zentrum

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2007 ist das PDC für SEAT ein Bindeglied zwischen den Abteilungen Forschung & Entwicklung und Produktion. Hier werden aus virtuellen Ideen reale Modelle. In den letzten 13 Jahren hat das Entwicklungszentrum insgesamt 13 Konzeptfahrzeuge entwickelt, unter ihnen der SEAT IBE (2010), der SEAT Cupster (2014), der SEAT Leon Cross Sport (2015) und der CUPRA Ateca (2018). Parallel dazu hat das PDC bis heute 5.235 Vorserienmodelle, 2.472 Testprototypen und 224 technische Modelle hervorgebracht.

Die Neugestaltung des PDC ist Teil des umfangreichen Investitionsvorhabens von SEAT in Höhe von fünf Milliarden Euro. Die hochmodernen Hallen des Entwicklungszentrums erstrecken sich über eine Gesamtfläche von 18.000 Quadratmetern. Hier, im Herzen des SEAT Stammwerks Martorell, arbeiten mehr als 250 Ingenieure und spezialisierte Techniker an der Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Elektrifizierung.

Mit dem neu gestalteten PDC und dem Fokus auf VR, additiver Fertigung und 3D-Druck bekräftigt SEAT noch einmal seine Vorreiterrolle als Smart Factory. Gleichzeitig beweist der Automobilhersteller erneut sein anhaltendes Engagement im Bereich Innovation und die kontinuierliche Weiterentwicklung hin zur Industrie 4.0.